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pferdchen1986

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  • »pferdchen1986« ist der Autor dieses Themas

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1

Mittwoch, 18. September 2013, 20:19

Beschäftigung und Bindung zum Mensch

Hallo zusammen,

Hab gegoogelt und die Forensuche bemüht, aber nichts gefunden was mir konkret weitergeholfen hätte.

Wir sind aus Österreich (Steiermark) und haben einen jetzt 1,5 Jahre alten Harzer Fuchs Rüden, der mit 6 Monaten aus einer Familie zu uns kam, die nicht mehr genug Zeit für ihn hatte.

Wir haben von Anfang an konsequent mit ihm gearbeitet, gehen Hundeschule und Trainiern mit einer Hundetrainerin. Im Vorfeld hab ich mich über Harzer Füchse und ihre Bedürfnisse informiert und viele Bücher gelesene, Videos angeschaut, mit Hundehaltern gesprochen etc.

Nun zu meinem eigentlichen Problem, dass mich langsam an mir zweifeln lässt.
Unser Hund hat wenig bis kaum Bindung zu uns, obwohl wir, meiner Meinung nach, für körperliche und geistige Abwechslung sorgen.

Im Haus ist er der liebste Hund, sozial mit anderen Hunden und Menschen verträglich. Er jagd auch keine Autos, Jogger, Radfahrer oder anderen Hunde. Auch am Feld und im Wald ist er abrufbar und folgsam. Aber kaum sieht oder richt er Wild (Rehe, Hasen, etc) wird er unkontrollierbar und hört nicht mehr auf uns.

Wir versuchen ihn körperlich und geistig auszulasten, achten aber darauf, dass wir die Spielregeln bestimmen und ihn nicht aufdrehen lassen.
Wir arbeiten mit Futterbeuteln, Reizangel, Suchspiele, Tricksen, Agilitiy, gehen mit ihm Radfahren und Joggen. Er hat genug Kontakt zu anderen Hunden was spielen und gemeinsam spazieren angeht. Wir gehen für die Unterodrnung Hundeschule. Wir haben jetzt angefangen an einem Wildgehege zu trainieren und werden da weiter dran bleiben, aber langsam gehen mir die Ideen aus, wieso unser Hund so wenig Bindung zu uns hat.

Ein weiteres Problem das ich habe, ist dass er alles mitmacht, aber mir vorkommt, dass er bei nichts wirklich mit Freude dabei ist.

Österreich ist ein bisserl ein Entwicklungsland was Hüten angeht. Hätte mir das schon als Alternative überlegt, aber dazu findet man ja auch unterschiedliche Meinung von bloß nicht wenn man keine eigenen Tiere hat, bis 2-3 Mal die Woche arbeiten akzeptiert der Hund auch.

Hab mich über Treibball informiert und werd das auch noch ausprobieren, in der Hoffnung das ihm das Spaß macht.

Irgendwie verlässt mich langsam der Mut und ich hab den Eindruck, dass wir trotz größter Bemühungen unserem Hund nicht gerecht werden können.

Ich wär euch für jeden Tipp und Ratschlag dankbar

Heidi

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2

Mittwoch, 18. September 2013, 21:22

RE: Beschäftigung und Bindung zum Mensch

Hallo Ulrike,
Willkommen hier :wink:
Ich habe auch eine Füchsin, die mich zeitweise ziemlich gefordert hat. Nach dem Motto "man wächst an seinen Aufgaben", haben wir an einigen Baustellen gearbeitet, mittlerweile ist sie 5 Jahre alt und mein absoluter Traumhund.
Hüten sollte nur, wer auch eigene Schaf hat und den Hund für die Arbeit braucht. Schafe lassen sich hüten, weil sie Angst vor Hunden haben. Schafe hüten, damit ein Hund bespaßt wird, geht somit auf Kosten der Schafe. Zudem wird dein Hund an den Schafen wahrscheinlich genauso unkontrollierbar sein, wie an Wild.
Treibball ist für Hütehunde, nach meiner Meinung, nicht wirklich gut geeignet, zum Einen hat es mit Hüten gar nichts zu tun, zum anderen putschen Hütehunde beim Ball spielen gerne hoch und mir fehlt ein bischen das Verständnis für was das gut sein soll. Nachdem dein Hund sowieso nicht sicher kontrollierbar ist, würde ich das vorerst bleiben lassen. Zudem arbeiten die Altdeutschen gerne selbständig, dem Wesen des AH entspricht somit das Training zum Treibball nicht wirklich.

Ohne euch beide zu sehen, meine ich, ist es schwierig einen konkreten Rat zu geben. Ich würde dir aber trotzdem gerne weiterhelfen, vll kannst du einiges noch genauer beschreiben?
Welches Verhalten bringt dich zu dem Schluß, dein Hund hat keine Bindung?
Du machst relativ viel mit ihm, wie oft genau machst du was?
VG Heidi mit Betty & Lolle
Ein Hund hat die Seele eines Philosophen
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pferdchen1986

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3

Donnerstag, 19. September 2013, 08:42

Hallo Heidi,

Danke für deine Antwort.
Viele erfahrene Hundehalter und Trainer haben mich bzw uns schon darauf hingewiesen, dass die Bindung zu unserem Hund schlecht ist. Wie die auf das kommen, weiß ich nicht. Ich kann nur aus meine Beobachtungen schließen und die wären:
Erstens ist unser Hund draußen nie wirklich aufmerksam auf uns
Zweitens würd er mit jedem anderen Spaziergeher mitgehen
Drittens andere Hunde sind weiter sehr interessant. Er läsdt sich abrufen und kommt mit und mit aber egal für wie viel Hubdekontekt wir sorgen, andere Hunde sind nach wie vor interessanter wir wir.

So. Ich versuch mal zu erklären wie unsere Woche ausschaut :)

In der früh gehen wir ca eine halbe bis dreiviertel Stunde mit ihm.
Zu Mittag eine Stunde und abends eine bis eineinhalb.

Damit das Ganze abwechslungsreich ist, arbeiten wir immer unterschiedlich. Beim Laufen und Rad fahre anmieren wir ihn köperlich zum Spielen und toben dann hinter ihm her bzw er hinter uns her. Ist dann ein Wechselspiel.

Ansonsten arbeit ich mal bei einem Spaziergang mit dem Ball, beim nächsten wir dann Futter gesucht. Manchmal nehm ich zwei Futterbeutel mit und schick ihn dann gezielt auf den, den er als ersten bringen soll. Damit er geistig geforderter ist, versteck ich oft die Beutel, geh mit ihm dann im fuß vorbei und dreh dann erst nach 10min um und schick ihn dann gezielt zum Suchen los. Manchma leg ich Futterfährten mit Jackpot am Ende.
Und wir gehen auch immer wieder einmal entspannt und ohne viel Tammtamm spazieren, wo er dann schnüffeln kann.
Nachdem wir mit Überwiegend mit Trainerin trainieren üben wir die Unterordnung und den Grundgehorsam auch beim spazieren. Dass sind dann meistens kleine Einheiten zwischen durch mit Fuß, platz. Sitzt, bleib, komm und kehrt. Wenn er da brav mitmacht, wird zum Abschlusd gespielt.

Generell bau ich bei meinen Spaziergängen alle Geräte etc ein die ich finde, seis jetzt Baumstäme zum balanieren oder überspringen, Bänke, Säulen als Slalom, gitter zum Durchkriechen.
Im Wald versteck ich auch Futter in Baumrinden und lass ihn dann absuchen.

Generell wird er aber nicht ständig bespaßt. Also wenn wir eine Stunde unterwegs sind, wird nicht eine Stunde bespaßt. Das ergibt dich oft auch aus den Möglichkeiten.

Wss hochdrehen bei Bällen und so angeht, ist Ares eher nicht so. Er lässt sich auch am weg zum Ball ablegen und beim Reizangeln auch.

Hoff, dass war jetzt nicht zu konfus und durcheinander :)

Glg Ulli, Ares und der Rest der Fellbande

Heidi

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4

Donnerstag, 19. September 2013, 21:15

Hallo Ulli,
das mit der mangelnden Bindung wird wohl zutreffen. Das schließe ich aus deinem Satz, daß Ares mit jedem anderen Spaziergänger mit gehen würde. Ein Hund mit guter Bindung achtet darauf, wo sein Mensch hin geht und würde nicht ohne weiteres mit Jedem mitgehen.
Daß die Aufmerksamkeit schlecht ist, könnte auch daran liegen, daß er in einer "hohen Reizlage" ist. Dafür würde sprechen, daß andere Dinge/Hunde immer interessanter als ihr seid. Wie verhält sich Ares bei Hundekontakten?
Ist er noch, ohne an der Leine zu ziehen, kontrollierbar? Wird er laut?

Sicherlich arbeitet ihr mit Ares viel zu viel. Das würde auch erklären, daß du den Eindruck hast, er ist bei nichts wirklich mit Freude dabei. Vielleicht kannst du das besser verstehen mit folgendem Vergleich: Kinder langweilen sich häufig in einem Kinderzimmer, das bis zum Rand voll mit Spielsachen ist. Was immer verfügbar ist, ist langweilig! Eigentlich solltet ihr mit ihm entspannt spazieren gehen, gelegentlich üben und gelegentlich spielen.
Mit Betty habe ich im ersten Jahr wirklich "viel" gearbeitet, d.h. zu Hause 1x am Tag Trainieren von Dingen, die ich unterwegs brauche, wie "Schau mal", Sitz, Platz und Bleiben, 1x in der Woche Tricktraining und etwa ab 8 Monaten Fußtraining, wobei meine Trainingseinheiten immer nur 2 - 5 Minuten dauern. Ansonsten "nur" entspannte Spaziergänge.
Mit einem Jahr hatte ich dann auf einmal das Problem, daß der bis dahin gute Gehorsam gewaltig nachließ, der Grund war eine Überforderung, ich hatte zeitgleich mit Radfahren, Agility und Vorbereitung auf die Begleithundeprüfung begonnen. Nach einem ausführlichen Austausch mit Maik (Danke!) beschränkte ich mich auf die Vorbereitung zur Begleithundeprüfung - und mein Hund war wieder "bei mir".
Seid ihr regelmäßig zum Training auf dem Hundeplatz und wie oft?

Bevor ich loslege mit Vorschlägen zum Verbessern der Bindung, haben dir die Hundetrainer auch gesagt, wie du die Bindung verbessern kannst?
VG Heidi
Ein Hund hat die Seele eines Philosophen
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pferdchen1986

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5

Freitag, 20. September 2013, 06:49

Das was du sagst, stimmt in etwa mit dem überein was unsere Hundetrainern gemeint hat. Sie hat es aber etwas anders formuliert. Sie meint, dass wir unbewusst unserem Hund beigebracht haben, dass alles selbstverständlich ist, indem wir uns jedesmal wenn er sich für und gelangweilt hat, mit etwas anderem angefangen haben und er es nicht wertschätzt, dass wir ihm seine Aufmerksamkeit schenken und dass das nicht selbstverständlich ist, sondern er sich das erarbeiten muss.

Was andere Hunde betrifft. Er durfte von Anfang an an der Leine nicht ziehen und tuts eigentlich nur mehr ganz selten und nur bei Hunden die er kennt. Wir unterbinden das aber konsequent und es wird immer besser und die meiste Zeit ist die Aufmerksamkeit beim Vorbei gehen dann bei uns.

Hundeschule gehen wir erst seit drei Wochen und dass zweimal für 50 min. Ich glaub aber, dass er dort nicht überfordert ist, weil sitz, platz, fuß und bleib beherrscht er und er ist dort nicht aufgedreht und arbeitet fleißig mit.

Wie lastest du deinen Hund aus wenn ich fragen darf? Also soll ich in nächster Zeit einfach nur locker mit ihm spazieren gehen und mich auf das Training in der Hundeschule beschränken wenn ich das richtig verstehe?

Was Reize angeht, ist er sehr empfänglich. Oft reicht eine Fliege, dass er komplett wegschaltet und ma braucht dann wirklich gute Nerven um seine Aufmerksamkeit wieder zu bekommen. Wobei das auch besser wird, je mehr reizen er ausgesetzt ist.

Komm mir grad wieda total schlecht vor, weil ich unseren Schlabba überfordert hab. Irgendwie stimmt das nicht so mit dem überein was man und im Vorfeld zu der Rasse empfohlen hat aba jeder Hund ist halt anders

6

Freitag, 20. September 2013, 15:45

Zitat

Original von pferdchen1986
Irgendwie stimmt das nicht so mit dem überein was man und im Vorfeld zu der Rasse empfohlen hat aba jeder Hund ist halt anders


Guten Tag Ulrike,
ich hätte mal eine Frage zu deinem letzten Beitrag:
was hat man dir den im Vorfeld zu den Altdeutschen empfohlen?
Herzliche Grüße Anne &Hütebanditen
*Die Treue eines Hundes ist ein kostbares Geschenk,
das nicht minder bindende moralische Verpflichtungen auferlegt als die Freundschaft eines Menschen*

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Holljak« (20. September 2013, 19:14)


Maik

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Freitag, 20. September 2013, 19:07

Hallo Ulrike,
wenn du kompetente Leute suchst die Erfahrung mit Füchsen haben, wende dich an die Bergrettung . Eine führen seid Jahren erfolgreich Füchse.
wenn du willst kann ich dir Kontaktadressen geben.

Grüsse Maik
Üb wie du kämpfst!

huetehunde-hf.de

Heidi

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8

Freitag, 20. September 2013, 19:26

Hallo Ulli,
die Antwort auf die Frage von Anne würde mich auch interessieren.

Zur Bindung: der Hund bindet sich an seinen Menschen, wenn er sich zugehörig fühlen kann. Bei den Hund/Mensch-Teams bei denen ich bisher mangelnde Bindung beobachten konnte, war das Problem, daß die Menschen zu sehr auf die Bedürfnisse des Hundes geachtet hatten und ihre eigenen menschlichen Bedürfnisse vernachlässigten.
Hunde sind jedoch keinesfalls Demokraten, sie wollen schon gerne einen starken Menschen an ihrer Seite. Stark bist du, wenn du dem Hund weniger Beachtung schenkst. ( Ranghohe Hunde/Wölfe kümmern sich i.A. nicht um rangniedrigere, sondern die Rangniedrigeren "schleimen" bei den Ranghöheren) Ich würde dir vorschlagen, deinen Hund mal für 2 Wochen nicht zu beachten. Nicht beachten, heißt auch keinen Blickkontakt. Spaziergänge ja, Hundeschule ja, Bespaßung nein, für Futter muß er arbeiten, z. B auf dem Hundeplatz oder abliegen, während du gelegentlich eine Futterfährte legst. Du mußt darauf achten, jedes Kommando nur einmal zu geben, z.B. du sagst "Sitz", wenn er es nicht macht, beim 2. Sitz-kommando "stören". Das kannst du, indem du dich mit vorgebeugtem Oberkörper auf ihn zu bewegst oder durch an der Leine zupfen. (ich bin kein Freund von reißen an der Leine, um den Hund gehorsam zu machen, Hunde haben eine empfindliche Halswirbelsäule)
Du kannst ihn durchaus mal streicheln, wichtig ist dabei, du gehst nicht zu ihm hin, sondern er muß zu dir kommen.
Ich weiß, daß das durchaus nicht einfach fällt, deine einzige Alternative wäre den Hund abzugeben. Wenn er sich dauerhaft nicht binden kann, stimmt die Beziehung nicht. Also solltest du schnell und ernsthaft versuchen, das Problem zu lösen. Du wirst dieses Problem sicher nicht in 2 Wochen lösen, aber du solltest innerhalb dieser Zeit eine Veränderung bei deinem Hund bemerken. Dann meldest du dich wieder, ich schreib dir auch eine PN.

Daß du deinen Hund bei Hundebegegnungen weitestgehend kontrollieren kannst, ist schon mal gut, also habt ihr diesbezüglich gute Arbeit geleistet!
Künftig darf er, falls ihr das nicht schon so macht, erst nach einem befolgtem Sitz freilaufen. (Arbeit für Vergnügen)

Du fragst, wie ich meinen Hund auslaste?
Überhaupt nicht! Seit Wochen habe ich so viel Arbeit, daß ich nur selten zum Spazierengehen komme. Gut, meine Hunde sind den ganzen Tag mit mir draußen, sie schauen zu, wenn ich Bäume absäge, ist der Baum gefallen, dürfen sie Mäuse jagen gehen. Und sie laufen hinterher, wenn ich Heu schleppe oder Zäune umstecke, dabei aufgeschreckte Hasen oder Rehe jagen sie nicht.
Regnet es nicht stark, (was grad eher selten ist) gehe ich Schafe hüten, dann läuft Betty beim raus und reingehen eine Strecke von 100 m voraus, draußen legt sie sich hin und schläft 2 Stunden, weil sie aktuell nichts zu tun hat.
Ich habe auch nicht Hunde, um sie zu bespaßen, sondern ICH habe Spaß daran Hunde zu haben. Wenn´s paßt, mache ich sicher auch Dinge, die meinen Hunden gefallen, aber wenn´s nicht paßt, dann eben nicht.
VG Heidi
Ein Hund hat die Seele eines Philosophen
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pferdchen1986

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Montag, 23. September 2013, 13:22

Hallo zusammen,

Die Hunderasse wurde uns von Bergrettungskollegen empfohlen. Mein Mann ist selber Bergretter.
Ich hab auch mit einigen deutschen Privatzüchtern im Vorfeld Rücksprache gehalten und die vergeben längst nicht nur mehr an Schäfer.
Das es keine leichte Aufgabe wird sich als ersten Hund einen Harzer Fuchs zu nehmen war und klar.

Was den Ratschlag bezüglich abgeben angeht. Das ist überhaupt keine Option. Wir haben uns für den Hund entschieden. Wir wussten das im Vorfeld bei den ersten Besitzern schon viel falsch gemacht wurde und außerdem wollten wir eine Herausforderung und die haben wir jetzt.

@Heidi: genau so wie du das beschreibst arbeiten wie mit ihm seitdem wir ihn haben. Für Futter musd er arbeiten, Unterordnung machen wir genau so, dass wir einmal das Kommando geben und bei nicht machen, schränken wir ihn durch unsere Körpersprache so lange ein bis er das. Kommando ausführt.
Im Haus und im Garten wird er komplett ignoriert, wir arbeiten nur draußen und dort gibts dann als. Belohnung unsere Aufmerksamkeit bzw Futter.
Wir sind da auch wirklich konsequent. Problem bleibt weiterhin dass er uns ständig testet. Obwohl er sobald man dann z.b. auf ihn zugeht sofort die Ohren anlegt und Platz geht.
Ich hätt mir halt einfach erwartet, dass dann irgendwann mal geklärt ist wer das sagen hat und nicht dass er ständig wieder an die Grenzen geht.

Vermutlich ist es weiterhin am besten wir behalten unseren Kurs bei und bleiben weiterhin konsequent dran. Hütis brauchen ja recht lang bis die geistig ausgewachsen sind und vielleicht stecken wir einfach gerade wieder in eier Flegelphase.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »pferdchen1986« (23. September 2013, 13:32)


pferdchen1986

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Montag, 23. September 2013, 13:42

Hab ich ganz vergessen.

Wir wollten einen robusten, nicht überzüchteten Hund mit dem man Arbeiten kann und der sonst auch mal mitläuft wenn man wenig Zeit hat.

Die Bergrettungskollegen meines Mannes haben uns daher einen Fuchs empfohlen und ich steh auch nach wie vor zu der Entscheidung. Uns wurde von Anfang an gesagt, dass man sich das Vertrauen und ze Respekt bei der Rasse hart erarbeitet, wenn man das Vertrauen und den Respekt hat, sind sie die tollsten Hunde.

Und ich muss ehrlich sagen, dass Ares auf keinen Fall so furchtbar ist, wie es vielleicht beim Schreiben klingt. Bei meinem ersten Post hatte ich auch einen schlechten Tag und war angefressen.

Unser Hauptproblem ist nach wie vor das Jagen von Wild. Ansonsten haben wir ihn unter Kontrolle und wir gehen auf Feldern und Wieden ohne Leine und es ist auch kein Problem ihn auf 20m ins Platz zu legen. Was Bindung angeht. Er kommt bei anderen Menschen und Hunden wenn wir ihn rufen. Vielleicht unterlieg ich auch einem Irrglauben aba ich hab mir irgendwie erwartet, dass ein Hund mit super Bindung auch mal so mitgeht. Also generell am falschen Weg sind wir mit unserem Hund sicher nicht

Heidi

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11

Montag, 23. September 2013, 18:44

Hallo Ulli,
tut mir leid, wenn du dich jetzt "auf dem Schlips getreten" fühlst.
Irgendwie komme ich mir jetzt auch ein bischen blöd vor, du schreibst, dein Hund hätte von Hundetrainern bestätigt, keine Bindung. Dabei muß ich davon ausgehen, daß die den Hund und dich gesehen haben.
Und nun ist euer Hauptproblem ein ganz anderes, nämlich Jagen?

Von Abgeben habe ich gesprochen, weil ich meine, für Hunde, die sich naturgemäß gerne an ihre Menschen binden, ist es furchtbar, sich nicht binden zu können. Daß eine Abgabe für euch nicht in Frage kommt, spricht für euch!!!

Vielleicht ist euer Hund trotz allem einfach nur überfordert und ist deshalb "überall", vll hilft es euch das Tranings-Pensum ´runter zu fahren.

Es ist echt schwierig einem Mensch-Hund-Team einen adäquaten Rat zu geben, wenn man sie nicht sehen kann.
Ich wünsche euch, daß ihr den richtigen Weg findet

Zum Anti-Jagdtraining: das ist eigentlich so umfangreich, das da im Forum nicht wirklich effektiv weiter geholfen werden kann.
Dr. Ute Blaschke-Berthold, Cumcane finde ich Klasse, sie gibt überall in D Seminare, vll ist da für euch was dabei?
VG Heidi
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pferdchen1986

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12

Montag, 23. September 2013, 20:21

Hallo Heidi,

Kein Problem. Ich weiß ja selber dass es immer blöd ist seine Probleme in Schriftform zu bringen. Für mich ist unser Problem ja selber immer nicht so ersichtlich.

Mich frustrierts halt imma zu sehen wie andere Hunde, vorwiegen Ausies oder Labradore, mit ihren Herrchen und Frauchen arbeiten und mit welchem Eifer die bei der Sache sind. Und da kommt dann immer der Frust hoch, weil mir vorkommt, dass wir im Vergleich zur breiten Masse doch schon recht viel. Wisse angehäuft haben, wenn man unseren hund aba manchmal sieht, glaubt man als Außenstehender, das wir komplette Nuddelaugen sind und uns nicht bemühen.

Was Jagdtraining und Reizkontrolle angeht, arbeiten wir auch schon aber da gehen die Meinungen halt komplett auseinander. Wir arbeiten mit Reizangel und auf Kommando muss er sitzen oder sich hinlegen. Dah gleiche bei unseren Katzen.

Und wurde es halt so vermittelt, dass unser Hund jagd, weil er zu wenig ausgelaste ist und die Bindung nicht stimmt und wir zu uninteressant sind. Angeblich jagen Hunde sonst nicht.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mir halt einfach nicht sicher bin wo das Problem liegt. Irgendwie haben wir den Köder offensichtlich noch nicht gefunden um für unseren Hund das Größte zu sein.

Maik

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13

Dienstag, 1. Oktober 2013, 19:57

Hallo Uli,
Ich weis nicht was du erwartest? Warum muss man einen Hund im Haus und im Garten ignorieren? Wie soll er euch vertrauen und eine Bindung aufbauen? Du möchtest doch auch Zuwendung? Was im Haus und Garten nicht klappt geht erst recht nicht im Gelände. Gib deinem Hund mehr Zuwendung und lern ihn zu vertrauen.
Der Harzer Fuchs ist ein Hund mit Charakter und keinen Kadavergehorsam wie ein Deutscher Schäferhund.
Ein Gespräch mit Willi Und Stephan könnte helfen.

Grüße Maik
Üb wie du kämpfst!

huetehunde-hf.de

Tina

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14

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 14:25

Zitat

Original von pferdchen1986


Und wurde es halt so vermittelt, dass unser Hund jagd, weil er zu wenig ausgelaste ist und die Bindung nicht stimmt und wir zu uninteressant sind. Angeblich jagen Hunde sonst nicht.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mir halt einfach nicht sicher bin wo das Problem liegt. Irgendwie haben wir den Köder offensichtlich noch nicht gefunden um für unseren Hund das Größte zu sein.


Das ist so ein Blödsinn!!
Meine junge Hündin hat ne super Bindung zu mir, und ging trotzdem jagen!! Und Bindung hat ein Hund immer zum Halter!
Was du lernen musst ist einfach deinen Hund richtig zu lesen und ihm ein Gedankensprung weiter zu sein!

UNd ködern kannste kein Hund ;) Hör doch einfach mal auf dein Bauch? Der sagt dir das richtig!! Nicht jeder geht den selben weg ...
Ich hatte früher das beste Futter mit, und ihr war es egal!! Jagen war viel besser!!
Und jetz nehm ich NICHTS garnichts mit raus!! Kein Futter kein Ball!

Seit dem ich das mache was ich für richtig halte, hat sich das jagen gehen für uns "fast" erledigt! Und selbst wenn sie jetz losrennt, kann ich sie OHNE Probleme abrufen.

Ich hoffe ihr findet EUREN Weg!!

LG Tina und die Füchse

15

Dienstag, 11. Februar 2014, 20:39

noch ein fuchs in der steiermark

hallo pferdchen,
wo in der steiermark seid ihr zu hause?

lg joezi aus dem mürztal

moni

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16

Mittwoch, 12. Februar 2014, 09:22

ich hab zwar schon lange Hunde, kann aber mit den Begriff "Bindung" und mit den ganzen psychologischen Theorien die immer mehr in der Hundeausbildung verwendet werden nicht so richtig etwas anfangen. ?(
Hat mein Hund keine Bindung wenn er mich nicht ständig im Blick hat und brav neben mir läuft oder hat er keine Bindung wenn ihn jemand lockt oder er einen netten Hund trifft er dann hingeht und auch eine Strecke mitläuft ?
Woran erkennt man eine gute Bindung ?
viele Grüße Moni mit der Viererbande

Heidi

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17

Donnerstag, 13. Februar 2014, 03:31

"Bindung" heißt, der Hund orientiert sich an seinem Menschen und sucht zumindest gelegentlich den Blickkontakt.
Ich habe schon Hunde gesehen, die nicht einmal den Kopf heben, wenn ihr Mensch nach Hause kommt. "Jagen" hat mit Bindung vorrangig nichts zu tun, auch wenn der Hund sich für Ablenkungen interessiert sagt das Nichts über die Bindung aus.
Eine "gute" Bindung entsteht durch den Umgang miteinander.
VG Heidi
Ein Hund hat die Seele eines Philosophen
Platon

moni

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18

Donnerstag, 13. Februar 2014, 13:51

danke für die Antwort :danke:
"Bindung" heißt, der Hund orientiert sich an seinem Menschen und sucht zumindest gelegentlich den Blickkontakt.

VG Heidi
das habe ich bisher auch gedacht, aber manchmal hat man den Eindruck manche Menschen erwarten da viel mehr.
viele Grüße Moni mit der Viererbande

19

Donnerstag, 13. Februar 2014, 21:27

Ich setz' mal noch einen drauf: es gibt sogar Meinungen/Ansätze/Theorien, die zwischen" Beziehung" und "Bindung" zwischen Hund und Mensch unterscheiden, und entsprechende "Tests" vorschlagen, wie man überprüfen kann, ob man eine Bindung zu seinem Hund oder "nur" eine Beziehung aufgebaut hat.
Nun ist die Verwirrung bestimmt perfekt...
Was will ich als Halter eigentlich erreichen? Der Hund soll nicht jagen, spontan auf Rückruf reagieren etc. Also alles das befolgen, was aus menschlicher Sicht erforderlich ist. Wenn er das dann tut: habe ich eine Bindung erreicht oder "nur" eine Beziehung aufgebaut?
Aus meiner Sicht:
"Belohnung" für erwünschtes Verhalten ist gut für "Beziehung", z. B. "Leckerli" für erfolgreichen Rückruf vom "Rehe hüten". Der Hund akzeptiert mich sowieso nicht als "Seinesgleichen" sondern nur als "da gibt's was, wenn ich mache, was er will". Menschliches Ziel erreicht.
"Bindung" ist "bestechungsfrei". Hund sucht z. B. die körperliche Nähe zu "seinem Menschen", auch ohne "Leckerlis". Oder wird zum "Suchhund", wenn plötzlich ein "Rudelmitglied" beim "Spaziergang" verschwindet (das berühmte Versteckspiel...). Beim Finden dann große Freude. Emotionales Empfinden des Menschen.
Für mich ist "Bindung": z. B. einfach mal auf den Fußboden setzen, den gesuchten körperlichen Kontakt vom Hund ohne "Freude" einfach mal hinnehmen/zulassen. So, wie es in den entsprechenden Verhaltensforscherwerken auch zwischen Hunden/Wölfen beschrieben steht. Oder z. B. mal zum körperlichen Kontakt auffordern...
"Beziehung" reicht mir, wenn der Hund z. B. auf Rückruf vom Reh reagiert.
Ergo: "Beziehung" ist danach "Pflicht", "Bindung" ist danach "Kür". Denn: namhafte Hundeverhaltensforscher sind sich mehr oder weniger einig, daß der Hund alles tun wird, nur um zu "überleben." Und ist deswegen auch entsprechend anpassungsfähig, um seine Ziele zu erreichen. Dafür reicht dann wahrscheinlich schon eine "Beziehung".

20

Sonntag, 8. Februar 2015, 19:10

Auch so kann ein Harzer Fuchs beschäftigt werden

Habe meiner Anju gelernt Trüffel zu suchen - und wir sind ein sehr erfolgreiches Team....Anju ist 14 Monate alt.

Ja - und leider kann ich mich im Vorstellungsforum nicht vorstellen, da es einfach nicht funktioniert, deshalb ändere ich hier meinen Beitrag und sag kurz was zu uns:
Wir sind Anju (Harzer Fuchs) und Uwe vom Bodensee und wir haben uns entschlossen in der Bodenseeregion Trüffel - insbesondere schwarze Burgundertrüffeln zu suchen.
Wir finden, jetzt im Winter jeden Tag welche, da jetzt Hochsaison für die schwarzen Knollen ist.
»Thunderbird« hat folgendes Bild angehängt:
  • Burgunder 42gr verp.jpg
Es grüßt der schwarze Donner vom Bodensee

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Thunderbird« (8. Februar 2015, 19:23)