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Schnecke

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1

Dienstag, 24. April 2007, 10:12

Hundesteuer Gebrauchshunde

Ich hoffe ich bin jetzt hier richtig:

Am Sonntag sind unsere ersten Schafe eingezogen …
Und unser Betrieb (Haupterwerb) ist erstmal auf unsere Privatanschrift gemeldet.
Nun ist ja bekanntlich Geiz geil und ich habe gleich den Hörer in die Hand genommen und unsere Gemeindekasse angerufen, Hundesteuer sparen (lohnt sich schon bei 4 Hunden)
Warum einfach wenn’s auch umständlich geht, hier bei uns im wunderschönen Norden hat man sich noch nie mit dem Thema Hütehunde auseinandergesetzt. Hier gibt es nur Jagdhunde als Gebrauchshunde (das Wort Gebrauchshunde wurde sogar durch das Wort Jagdhunde in der Gemeindesatzung ersetzt). Und eine offizielle Bescheinigung, dass unsere Hunde echte Hütehunde sind brauchen wir auch noch, sonst ist sowieso nix mit Hundesteuerbefreiung.
Lux hat die ZTP er hat bis vor kurzem täglich an Schafen gearbeitet (und jetzt bald wieder), meine Hündin Ronja hat auch die ZTP wird so was von den Zuchtwarten der AAH ausgestellt? Das ist doch eine Gebrauchshundeprüfung für unsere amtlichen Stuben oder sehe ich da irgendwas falsch?
Mit meiner Hündin Zwiebel wollte ich die ZTP Anfang Mai auf dem Hüteseminar in Rheinland Pfalz machen, werde jetzt aber aus verschiedenen Gründen meinen Frodo mitnehmen, der nie die ZTP machen wird, da kastriert.
Nun mehr als 2 Hunde werde wir im Moment bei der Größe unsere Herde wohl nicht eingetragen bekommen, aber den Anfang wollten wir schon machen.

Jemand eine Ahnung wie wir dieses Problem in den Griff bekommen ???

Lieben Gruss
Susanne

rasputin

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2

Dienstag, 24. April 2007, 14:45

Hallo Susanne,

vielleicht hilft dir das hier ja weiter:

(2) Nicht besteuerbar ist nach Art. 105 Abs. 2 a Grundgesetz insbesondere
a) die Hundehaltung durch juristische Personen und Personenvereinigungen,
b) die Hundehaltung durch Personen, die gewerbsmäßig mit Hunden handeln,
c) die Haltung von Diensthunden, deren Unterhalt überwiegend aus öffentlichen Mitteln
bestritten wird,
d) die Haltung von Hunden, die zur Berufsarbeit und Einkommenserzielung notwendig sind,

Das ist ein Auszug aus der HP unserer Verbandsgemeinde Kröv-Bausendorf.

Demnach braucht man doch keine Steuern für Hütehunde, die beim Berufs - Schäfer arbeiten zu zahlen, oder habe ich da was falsch verstanden!?!?

Viele Grüße aus der sonnigen Eifel - Petra
Wir schenken unseren Hunden ein klein wenig Liebe und Zeit.
Dafür schenken Sie uns restlos alles was Sie zu bieten haben.
Es ist zweifellos das beste Geschäft, was der Mensch je gemacht hat.

Schnecke

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3

Dienstag, 24. April 2007, 15:17

Hallo Petra,

erstmal Dankeschön

So dachte ich auch und ich dachte es würde hier eine allgemeingültige Regelung (Deutschlandweit) geben.

Die Argumentation der Gemeinde: Schafe halten hier auf dem Land viele Leute – Hunde parallel dazu aber auch und diese sind alle für den Privatgebrauch, auch wenn mal ein Koppelgebrauchshund abends die Schafe in den Stall treibt

Ich weiß dass der eine oder andere Schäfer auch schon Probleme hatte, und das wurde dann jeweils von Gemeinde zu Gemeinde anders geregelt. Darum habe ich jetzt einfach das Thema hier eingestellt.

Und bei uns ist es so, dass für die Steuerbefreiung eben nachgewiesen werden muss, dass diese Hunde auch tauglich sind, uns bei dem „Verdienst“ zu helfen. Hier geht es eben darum den Nachweis zu bringen (bei den Jagdhunden eben die erfolgreich absolvierte Jagdhundeprüfung), und da fiel mir im ersten Moment nichts anderes ein als die ZTP. Wie soll ich sonst schriftlich (???) nachweisen, dass unsere Hunde in der Lage sind Schafe von A nach B zu hüten und das für die Landschaftspflege zwingend erforderlich ist? Hütebetrieb hier in der Gegend ist absolutes „Neuland“

Zur Not gibt es ja noch die Bürgerspechstunde beim Bürgermeister :D

Elischka

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4

Dienstag, 24. April 2007, 16:11

Hallo Susanne,



wenn bei den Jagdhunden die Jagdhundeprüfung gefordert wird und die Jagdeignungsprüfung/ Jugendsuche nicht ausreicht, dann wird es bei den Hütehunden wohl eine HGH Herdengebrauchshundeprüfung sein, die die Beamten sehen wollen.


mit lieben Grüßen

Dagmar
wenn es im Himmel keine Hunde gibt, gehe ich dort auch nicht hin.

Schnecke

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5

Mittwoch, 25. April 2007, 06:33

Hallo Dagmar,

die Jäger hier im Ort sind namentlich in der Gemeinde bekannt. Sie melden wenn sie sich einen Welpen holen, der ist dann erstmal Steuer befreit. Nach Absolvierung der erforderlichen Prüfung, welcher genau jetzt auch immer, wird das der Gemeinde anhand einer Kopie mitgeteilt und der Hund ist steuerfrei.

Meines Wissens ist es Pflicht bei einem Jagdhund im Einsatz die erforderlichen Nachweise zu bringen, damit er überhaupt aktiv werden kann

Von einer sogenannten „Pflichtprüfung“ bei Hütehunden im Einsatz habe ich bisher noch nichts gehört. Abgesehen davon glaube ich nicht, dass unsere Gemeinde den Unterschied zwischen einer ZTP und einer HGH kennt.

Hier geht es darum, den ersten Schritt zu tun. Und dieser kann bekanntlich der schwerste sein.

Lieben Gruss
Susanne

Uwe

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6

Mittwoch, 25. April 2007, 18:41

Hallo Susanne,

da Ihr ja Herdbuchzüchter werden wollt werdet Ihr auch Mitglied im Landesschafzucht Verband.
Sprecht mal mit denen, von dort ist bestimmt mehr zu bewegen als die AAH möglichkeiten hat.

Gruß Uwe
Der Hund bleibt mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal beim Winde.

Maik

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7

Freitag, 27. April 2007, 21:17

Hallo Susanne!!

Bei uns in Baden Württemberg ist es so das Nur Berufsschäfer von der Hundesteuer befreid sind. Hobby und Nebenerwerbsschäfer nicht. Frag mal auf der Gemeinde nach was du für eine Steuerbefreiung mit bringen musst. Dann kannst du auch handeln.
Beim Schafzuchtverband brauchts du nicht nachfragen die Versichen die Hunde nur haben nichts mit Steuern zutun.

Gruss Maik
Üb wie du kämpfst!

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Schnecke

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8

Samstag, 28. April 2007, 10:13

Mein Lebensgefährte ist Berufsschäfer - alles als Haupterwerb angemeldet.

Aber mein Denkansatz war gar nicht so falsch habe ich durch Telefonieren rausbekommen. Es geht um einen Nachweis dass unsere Hunde keine "Haushunde" sind, sondern in der Lage, eine Herde von A nach B zu hüten.

Auch im südlichen Raum unseres Landes gab es schon Probleme dieser Art.

Nun habe ich angekündigt diese Nachweise (schriftlich) zu bringen, nun sind sie sich nicht einig welche Gemeinde zuständig ist, dort wo unser Hauptsitz ist oder dort wo das "Hütegebiet" ist :denk:

Also lerne ich gleich zwei Bürgermeister kennen :zwinker:

Hike

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9

Samstag, 28. April 2007, 13:56

...

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Maik

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10

Samstag, 28. April 2007, 15:15

Hallo Susanne! Die Gemeinde wo dein Wohnsitz ist weil an die musst du ja auch die Gewerbesteuern bezahlen. Oder?

Wenn du auf das Hüteseminar in RP gehst sprich darüber mit deinem Zuchtwart .

Gruss Maik
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Hike

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11

Mittwoch, 6. Juni 2007, 17:02

...

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12

Donnerstag, 7. Juni 2007, 15:10

Hallo zusammen,
Mit dieser Hundesteuer, das ist ein Bürokratismus ohne Ende. Ich wollte nicht einmal eine Steuerbefreiung sondern ein bisschen sparen. Ich habe 2 Hunde.Einer gehört lt. Papieren mir und der andere meiner Frau.Normalerweise ist die Hundesteuer personenbezogen. Wir würden jeder steuerlich so behandelt wie Besitzer eines Hundes. Somit hätten wir einige Euro gespart, weil der Zweithund teurer ist als der Erste.Auf dem Rathaus sagte man mir aber dann, wenn die Hunde in einer Familie leben sind es Familienhunde und als Erst und Zweithund zu versteuern.Was da für Schildbürgerstreiche stattfinden ist unglaublich.
LG Koll :ahja:

Schnecke

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13

Donnerstag, 7. Juni 2007, 15:32

Ja Bürokratismus ohne Ende - man ist sich immer noch nicht einig welche Gemeinde nun zuständig ist :ahja: :ahja:

Solange zahlen wir nur für 2 Hunde Steuer, allerdings ist es bei uns auch so, dass wir pro Haushalt zählen und nicht pro Besitzer (sonst wäre es das gleich bei uns wie bei dir @ koll)

Wie gut dass meine Eltern nebenan wohnen :D

Penelope

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14

Donnerstag, 7. Juni 2007, 22:05

Hallo Schnecke,

ich kenne das nur so: Betriebssitz der Schäferei ist Gemeinde A -> also geht's die Leute auf Rathaus A etwas an. Wo die Schafe gehütet werden spielt, zumindest bei meinem Schwager (Berufsschäfer) im Süden der Republik, keine Rolle. Alle seine Hunde (vier an der Zahl) sind steuerbefreit, weil zu seinem Broterwerb unumgänglich, also "Arbeitswerkzeug".So weit ich weiß, mußten auch keine schriftlichen Nachweise über die Hütetauglichkeit seiner Hunde eingereicht werden.

Gruss, Susanne.

Schnecke

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15

Freitag, 8. Juni 2007, 05:20

Hallo Susanne (Penelope)

ich glaube das hat hier etwas mit Tradition zu tun - und Tradition ist, dass es hier nie Hütehunde gab.
Die Hunde sind erstmal steuerbefreit und dann muss man eben sehen, dass man die 2 Stunden im Monat nutzt, die der Bürgermeister als Spechstunde anbietet, sofern man es zeitlich hinbekommt.
Und wir wohnen nun mal zufällig in einer anderen Gemeinde als unsere Schafe und unser Betrieb :D

Lieben Gruss Susanne (Schnecke)

Maik

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16

Freitag, 8. Juni 2007, 18:38

Hallo Schnecke,

Habt ihr immer noch das alte Problem mit der Hundesteuer?

Grüsse in den HOHENNORDEN :wink:
Maik

PS. deine HP ist super und der blaue Pudel kommt an meine Vorstellung von einen Schafspudel ran :zwinker:.
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Schnecke

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17

Sonntag, 10. Juni 2007, 05:24

Hallo Maik und all die anderen die es Interessiert

Gestern kam es Schwarz auf Weiss:

Laut der Hundesteuersatzung unseres Landkreises (zu den beide Gemeinden gehören) sind Wachhunde, Blindenhunde, Jagdhunde und Hunde die gewerblich gezüchtet werden hundesteuerfrei ...

gleich mit Androhung eines Zwangsgeldes in einer 5 stelligen Höhe wenn noch Hunde da sind die wir nicht bis zum 30.04 gemeldet haben (ich kann ja mal im Schrank nachgucken, vielleicht finden ich noch einen):wasjetzt:

und weiter: ...Die Ordnungssteuer wird jährlich von den Gemeinden erhoben ...

Deutsches Recht hin oder her :piep: ich sag ja, Tradition :teufel:

Habe mir gleich bei beiden Bürgermeistern die Bürgersprechstunde im Kalender eingetragen

Das kann noch etwas dauern

Aber trotzdem noch mal eine Dankeschön an die AAH, die sofort und unbürokratische die Beschenigungen für die Hunde ausgestellt haben.

Erstmal lieben aber kämpferischen Gruss und Danke an alle die Daumen drücken
Susanne

Danke Maik für das Kompliment

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Schnecke« (10. Juni 2007, 05:39)


Maik

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18

Sonntag, 10. Juni 2007, 18:08

Hallo Schnecke,

Das liest sich ja nicht schlecht,war bestimmt eine Erleichterung für euch.

Bitte schön. Du weist ja eigentlich schwarzglänzende SP. :zwinker:

Grüsse Maik
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Schnecke

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19

Montag, 11. Juni 2007, 09:19

Zitat

Original von Schnecke

Laut der Hundesteuersatzung unseres Landkreises (zu den beide Gemeinden gehören) sind Wachhunde, Blindenhunde, Jagdhunde und Hunde die gewerblich gezüchtet werden hundesteuerfrei ...



Hallo Maik,

Dieser Satz sagt klar aus, dass Hütehunde nicht von der Steuer befreit sind! Gewerblich züchten tue ich auch nicht - vielleicht sollte ich unsere Schafe als Blind deklarieren :zwinker: :denk:

Und 10.000 Euro Strafe für nicht gemeldetet Hunde finde ich auch nicht nett (gemeldet sind ja alle)

Für mich heisst dass, noch mehr unnütze zeit mit Behördengegängen zu verbringen.

Wird schon, bin mal optimistisch

20

Montag, 11. Juni 2007, 16:00

Der tipp von Uwe war nicht verkehrt: bei uns "bescheinigt" der Schafzuchtverband ggf. auch die Notwendigkeit eines oder mehrer Hütehunde für einen Betrieb. Dafür brauchts natürlich eine ordentliche Anzahl Schafe, aber die werdet ihr ja haben. Ich würde noch nicht aufgeben!!
Grüße
Christel